Atomkraft ist sicher oder?

19 Mrz

Welche Kernbrennstoffe werden in einem AKW benötigt und was entsteht daraus?

Angereichertes Uran für Atomkraftwerke besteht aus

3 % aus Uran-235
97 % aus Uran-238

In einem Kernkraftwerk werden rund 1/144 also knapp 0,7 Prozent des Haupt-Kernbrennstoffes Uran-238 umgewandelt zu

Plutonium-239

Desweiteren entstehen bei der Kernspaltung aus jedem Kilogramm Uran-235 noch folgende Isotope:

Jod-131 (16,6 Gramm)
Caesium-137 (32,47 Gramm)
Strontium-90 (13,4 Gramm)

Strahlenbelastung nach 10 Halbwertszeiten
Zehn Halbwertszeiten reduzieren die radioaktive Strahlung auf 0,1% der Strahlenbelastung, die zum Zeitpunkt des Austritts in die Umwelt auftrat. (0,5 hoch 10) Angeblich kann in den betroffenen Gebieten nach 10 Halbwertzeiten wieder gewohnt werden.

Jod-131 = 8 Tage also 80 Tage warten
Cäsium-137 = 30,17 Jahre  also 301,7 Jahre warten
Plutonium-239 =  24.110 Jahre also 241.100 Jahre warten
Uran-235 = 704 Millionen Jahre also 7,04 Milliarden Jahre warten
Uran-238 = 4,47 Milliarden Jahre also 44,7 Milliarden Jahre warten

Chemisch tödliche Dosis von Kernbrennstoffen
Uran 234/235/238/= 0,6 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag
Plutonium-239 = 40 Nanogramm (Milliardstel) pro Jahr entspricht 100 Becquerel pro Jahr entspricht 15 Millisievert. Das ist mehr als das 6-fache der natürlichen jährlichen Strahlendosis, die in Deutschland bei etwa 2,3 mSv liegt

Die Aktivität (ugs. Radioaktivität) von Radionuklide (Radioisotope)
Uran-238 12.450 Bq/g
Uran-235 80.040 Bq/g
Uran-234 230,410E+06 Bq/g
Plutonium-239 2,307E+09 Bq/g
Jod-131 4,588E+15 Bq/g
Caesium-137 3,626E+12 Bq/g
Strontium-90 5,217E+12 Bq/g

Strahlungsarten und Zerfalls-Energien
moderne Geigerzähler entdecken Zerfallsernergien ab
Alpha-Strahlung :  4 MeV (Mega Elektronen Volt)
Beta-Strahlung : 0.2 MeV  (Mega Elektronen Volt)
Gamma-Strahlung : 30 keV (kilo Elektronen Volt)

Die Zerfallsenergie ist die Energie, die beim radioaktiven Zerfall eines instabilen Atomkerns frei wird. Sie wird als kinetische Energie auf die Zerfallsprodukte und den Tochterkern übertragen, in Form von Gammaquanten emittiert, und/oder als Anregungsenergie in der Elektronenhülle des verbleibenden Kerns gespeichert. Am einfachsten messbar und in Tabellen angegeben ist zumeist die Energie der emittierten Alpha-, Beta- oder Gammateilchen.

Zerfallsenergien eines EINZELNEN Atomkerns
Jod-131 =  0,971 MeV (Beta-Strahlung)
Cäsium-137 = 0,512 MeV (Beta-Strahlung)
Strontium-90 = 0,546 MeV (Beta-Strahlung)
Plutonium-239 = 5,245 MeV (Alpha-Strahlung)
Uran-238 =4,198 MeV (Alpha-Strahlung)

Einheiten
Bq/g = Becquerel pro Gramm
Bg/m² = Becquerel pro Quadratmeter
mSv = Milli Sievert (tausendstel)
µSv = Mikro Sievert (millionstel)
nSv = Nano Sievert (milliardstel)

Strahlungsbelastung
Normalwert in Europa : 200 nSv/h (pro Stunde)
Normalwert in Europa : 0,200 µSv/h (pro Stunde)
Normalwert in Europa : 1752 µSv/a (pro Jahr)
Normalwert in Europa : 1,752 mSv/a (pro Jahr)

Eingreifen für langfristige Umsiedlung ab : 10 µSv/h (pro Stunde)
Tödliche Dosis : 5.000.000 µSv/h also 5 Sv/h
Belastung im Reaktor 2 von Fukushima : 654 Sv/h

 

passend auch dazu

Quelle : http://www.youtube.com/watch?v=imYvhn56d8Y&w=420&h=315

Quelle : http://www.youtube.com/watch?v=vy3vPoTBTa0&w=420&h=315

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4 Antworten to “Atomkraft ist sicher oder?”

  1. Heinz Göd 4. August 2015 um 15:48 #

    Bei Diskussionen über die Gefahr von Atomkraft wird immer ein Gesichtspunkt nicht erwähnt,
    nämlich die verstärkte Mutation von Viren und Bakterien bei erhöhter Radioaktivität.
    Vor einigen Jahrzehnten sagte im Österreichischen Rundfunk ein Biologe :
    „Wer einmal gesehen hat, wie Bakterien unter radioaktiver Bestrahlung mutieren,
    der kann nur gegen Atomkraftwerke sein.“
    (Viren mutieren unter radioaktiver Bestrahlung ebenfalls).
    Die Seuchenzüge der letzten 2000 Jahrre ergeben folgendes Bild, siehe
    http://members.aon.at/goedheinz/GOD_Deutsch/Zukunft/2069FaqD/2069FaqD_Energ.html#Atomenergie-Risiko
    (Suchbegriff: Schaubild)
    Daraus könnte mensch herauslesen, dass wir uns AIDS mit unseren Kernkraftwerken selbst gezüchtet haben.
    Auch für Ebola könnte möglicherweise die Atomenergie verantwortlich sein:
    Die Uran-Gewinnung schafft erhebliche Volumina mit erhöhter Strahlung.
    Die Uran-Gewinnung in Afrika zeigt die
    wikimedia-Karte
    darin nicht enthalten die aufgelassenen Uran-Minen in Gabun (
    Mounana )
    und Kongo (
    Shinkolobwe)
    Wie Uran-Abbau ausieht, zeigt ein Bild der Grube in
    Arlit (Niger) und Shinkolobwe (Kongo)
    Die Ebola- Ausbrüche zeigt die
    wikimedia-Graphik
    Grob betrachtet kann mensch ein flächenmäßiges Zusammenfallen von Ebola und großflächigem fahrlässigem Umgang mit radioaktiven Stoffen hineinlesen –
    – eine hieb- und stichfeste Aussage ist wahrscheinlich unmöglich, auch gemäß der Überlegungen im obigen Link zur ‚Kalkulierbarkeit der Risiken der Atomenergie‘.

    Auch FusionsKraftwerke haben Bereiche mit erhöhter radioaktiver Strahlung.
    Wie groß dieser Bereich ist, wird nicht angegeben –
    – ist wahrscheinlich nicht bekannt.
    Ist da nun mit mutierten Bakterien und Viren zu rechnen ?
    Möglicherweise ist also auch FusionsEnergie nicht sauber und eine RisikoTechnik.

    • Aufgewachter 4. August 2015 um 16:41 #

      Danke für die vielen Links. Du hast uns wieder gut beschäftigt! lol 😉

  2. informierte Person 28. Oktober 2015 um 13:00 #

    Autsch… Hier wird so viel durcheinandergeworfen, falsch erklärt, bewusst oder unbewusst unterschlagen, dass es einem Kopfschmerzen bereiten könnte.

    Fangen wir mal an:
    „Desweiteren entstehen bei der Kernspaltung aus jedem Kilogramm Uran-235 noch folgende Isotope:

    Jod-131 (16,6 Gramm)
    Caesium-137 (32,47 Gramm)
    Strontium-90 (13,4 Gramm)“

    Die Aufzählung ist offensichtlich unvollständig. Die Summe der Massen der genannten Isotope ergeben bei weitem nicht 1 kg. Zudem heißt es nicht Jod sondern Iod. Es entsteht ein ganzes Sammelsurium an Radionukliden bei der Kernspaltung von U-235, welches einer Verteilung mit zwei Maxima folgt. Im ersten Maximum finden sich u.a. Elemente wie Strontium, Krypton oder Yttrium, im zweiten Maximum u.a. Xenon, Caesium oder Barium.

    „Strahlenbelastung nach 10 Halbwertszeiten
    [..]
    Angeblich kann in den betroffenen Gebieten nach 10 Halbwertzeiten wieder gewohnt werden.“

    Ziemlich plakativ, aber das macht es nicht richtig. Entscheidend ist die Dosis, die über ein Jahr zusätzlich appliziert wird. Für die BRD gilt hier das 10µSv-Konzept. (vgl. § 29 StrlSchV, betrifft zwar Freigabe, gilt aber äquivalent auch für andere Fälle). Wenn nicht mehr als 10µSv zusätzliche Dosis pro Jahr (an vom Menschen erzeugten Radionukliden) appliziert werden, ist ein Gebiet sauber. Wenn nur ein Spuren von U-235 rumliegen, dann ist es egal, wie lange die 10 Halbwertszeiten dauern, solange es nicht mehr als 10µSv/a sind.

    „Chemisch tödliche Dosis von Kernbrennstoffen“

    Ihr habt selbst ganz dick „chemisch“ hingeschrieben. Warum wird sich dann auf eine applizierte Dosis bezogen? Plutonium tötet nicht nur aufgrund dessen Radioaktivität, sondern insbesondere weil es ein Schwermetall ist! Selbiges gilt für Uran.

    „natürlichen jährlichen Strahlendosis, die in Deutschland bei etwa 2,3 mSv liegt“

    Nicht falsch, aber nur die halbe Wahrheit. Es wäre sinnvoll zusätzlich die zivilisatorische jährliche Strahlendosis hinzuzuziehen, welche hauptsächlich aus medizinischen Anwendungen herrührt (2mSv/a).

    „Strahlungsarten und Zerfalls-Energien“
    Zerfallsenergien bitte ohne Deppendivis. Ebenson bitte kein Deppenleerzeichen bei den Einheiten. Es heißt Megaelektronenvolt. Weiterin misst ein Geigerzähler (Geiger-Müller-Zählrohr) keine Zerfallsenergien. Bei einem Impuls in diesem Zählrohr wird das gesamte Gas in ihm ionisiert und ein einziger Impuls gemessen. Es ist keine Aussage über die Energie des eingetroffenen Teilchens möglich. Anders sieht das beim Proportionalzählrohr aus. Mit diesem lassen sich Aussagen über die Energie der eingetroffenen Teilchen machen (die in dem von euch genannten typischen Größenordnungen liegen). Weiterhin sind das immer noch keine Zerfallsenergien.
    X -> Y + a + g
    Kern X zerfällt zu Kern Y + ein weiteres Produkt (Elektron, Position, (Anti-)Neutrino) und evtl. Gammastrahlung. Um die Zerfallsenergie zu bestimmen, muss man die Ruhemasse und Geschwindigkeit der einzelnen Produkte wie auch des Edukts kennen und kann daraus bestimmen, wie viel Energie beim Zerfall (Umwandlung von Masse in Energie) frei wurde. Manche radioaktive Kerne zerfallen auch gar nicht, sondern führen nur eine Abregung durch indem sie Gammastrahlung aussenden.

    Insgesamt viel Trara und möglichst viele Nullen für große Zahlen ohne Hintergründe aufzuzeigen.

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