Erwerbsloser stattet Bewerbungsmappe mit als Kugelschreiber getarnten GPS-Tracker inklusive Audioüberwachung aus und bewirbt sich bei Zeitarbeit

1 Sep

Ein findiger Erwerbsloser aus Bochum hat sich jetzt ernsthaft Gedanken darüber gemacht herauszufinden, wie sein Jobcenter Rückmeldung vom Zeitarbeitsunternehmen erhalten haben könnte und ob er sich denn auch dort beworben hat.

Vorausgegangen war ein Stellenvermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgenbelehrung des Jobcenters sich als Fachkraft für Lagerlogistik (IHK) bei einem Zeitarbeitsunternehmen zu bewerben. Der Erwerbslose verschickte daraufhin per DIN-A4 Umschlag eine schriftliche Bewerbung nach DIN-5008 als Mappe an die er einen speziellen Kugelschreiber anclippte.

Der unscheinbare Kugelschreiber, der lustigerweise auch schreiben kann, beinhaltete einen GPS-Empfänger mit Datenlogger, GSM-Zellen-Ortung auch ohne GPS, GSM-Sende/Empfangseinheit mit embeddedSIM-Card, Bewegungssensor, Audioabhöreinheit mit 140 Stunden-Speicher, Funktion „LIVE ins Umfeld hineinhören“ und Akku mit einer Laufzeit von 14 Tagen.

Mittels einer PC-basierten Software hatte der Erwerbslose den GPS-Tracker so vorkonfiguriert, daß er nach Erreichen der geographischen Position innerhalb eines Umkreises von 100 Metern um das Zeitarbeitsunternehmen erstmalig aus seinem Standby-Mode aktiviert wurde. Weiterhin wurde festgelegt, daß bei gleichzeitiger Audio- und Bewegungsaktivität das Datenlogging starten sollte.

Zeitgleich mit dem Beginn des Datenloggings wurde auch eine SMS an den Erwerbslosen abgesetzt. Mittels der „LIVE ins Umfeld hineinhören“-Funktion über die Datenflat konnte der Erwerbslose nun den Weg seiner Bewerbung über die einzelnen Stationen der Firma, wie Posteingang, Personalbüro akustisch mitverfolgen. Seine Bewerbung wurde jedoch erst am darauffolgenden Tag gegen 09:30 Uhr bearbeitet. Eine weibliche Stimme fragte : „Schon den Bewerber per EDV erfaßt?“ Männliche Stimme : „Nein, mache ich sofort.“ Weibliche Stimme fragte später erneut : „Schon mit dem Jobcenter synchronisiert?“

Männliche Stimme : „Nein, hab´ den Bewerber noch nicht angelegt.“ Weibliche Stimme : „Bist ja wieder langsam heute! Du, haste gesehen? Der Bewerber hat ein fertiges Absageschreiben und einen Kugelschreiber zu seiner Bewerbung hinzugelegt. Kommt sich wohl unheimlich schlau vor, meinste nicht?“ Männliche Stimme : „Wieso? Der macht´s richtig!“ Weibliche Stimme : „Schreib´ das mit der vorgefertigten Absage und dem Kugelschreiber besser mal in die Jobcenter-Maske unter sonstige Bemerkungen, sonst bekommen wir wieder Ärger für entgangene und nicht protokollierte Sanktionstatbestände.“

 

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