Erwerbsloser nimmt der 4-Jahres-Sanktions-Regelung den „Wind aus den Segeln“ / Bewerbung per Rechtsanwalt

19 Feb

Arbeitnehmer
Udo Meier
Musterstraße 13a
20257 Hamburg-Altona

 

Arbeitgeber
Handstad Personaldienstleistung
Personalabteilung
z. Hd.: Frau Melanie Krause

xxxxx Aschborn

vorab per FAX und per Postzustellungsurkunde

 

19.02.2016

 

Bewerbung auf Ihre Stellenanzeige „Callcenter-Mitarbeiter für die Rückgewinnung von verlorengegangener Mobilfunk-Kunden“

 

Sehr geehrte Frau Melanie Krause,

soeben erhalte ich von meinem Jobcenter einen Stelleninformationsvorschlag mit dem Zwang per Rechtsfolgenbelehrung mich bei Ihnen bewerben zu müssen, damit ich keine Leistungskürzung per Sanktionsbescheid erhalte.

Hiermit entschuldige ich mich bei Ihnen für diese Unannehmlichkeit.

Ich weise Sie schon jetzt darauf hin, daß ein Rechtsgeschäft, wie zum Beispiel der Abschluss eines Arbeitsvertrages, der unter Ausbeutung der o.g. Zwangslage nicht auf Freiwilligkeit beruht, nicht nur gegen die guten Sitten verstößt, sondern nach §138 BGB zudem noch nichtig ist.

Sollten Sie ferner für den unerwarteten Fall, daß Ihre Arbeitsbedingungen nicht meinen Erwartungen entsprechen die daraus resultierende Absage meinerseits Ihres Angebotes, daß heißt Teile meiner Bewerbungsunterlagen und/oder meine Kontaktdaten entgegen der unten aufgeführten Rechtsfolgenbelehrung an das Jobcenter rechtswidrig weiterleiten, um mir damit mit einem empfindlichen Übel, wie einer Leistungskürzung per Sanktionsbescheid durch das Jobcenter drohen, um mich zu einer Handlung entgegen meiner freien Willensbildung, wie dem Abschluss eines Arbeitsvertrages innerhalb Ihrer Firma, zu nötigen, werde ich Sie unverzüglich nach §253 StGB wegen des Straftatbestandes der Erpressung anzeigen.

Außerdem werde ich Sie ggfs. vollumfänglich schadensersatzpflichtig für meine entgangenen Sozialleistungen machen. Dies kann nach der zu erwartenden Gesetzgebung des SGB II ab dem 01. August 2016 für Sie eine beträchtliche Schadensersatzforderung in Höhe von 5.817,60 Euro zuzüglich derzeit 4,17 % Zinsen p.A. zufolge haben. Berechnung = 404 Euro/Monat x 12 Monate/Jahr x 4 Jahre x 30 %. Die jeweilige Höhe des Basis-Zinsatzes wollen Sie bitte unter Basiszinssatz nachschlagen. Zusätzlich werden noch das Honorar meines Rechtsanwaltes Herrn Liebling, ggfs. Ihre Anwaltskosten und die Kosten des verlorenen Gerichtsprozesses hinzu kommen.

Bitte teilen Sie mir innerhalb von drei Werktagen mit, ob Sie von dieser angebotenen Form der Zwangsarbeit profitieren wollen oder nicht, damit ggfs. mein Rechtsanwalt Herr Liebling beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßbourg meine Rechte als freier Mensch gegenüber Ihrer Firma einfordern kann.

Ich weise Sie schon jetzt darauf hin, daß vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßbourg erhebliche Kosten entstehen können. Für die eventuelle Übernahme entsprechender Gerichts- und Anwaltskosten erkundigen Sie sich bitte bei Ihrer Rechtschutzversicherung.

Die aktuellen Gebühren- und Kostensätze des EUGH entnehmen Sie bitte hier

Ich behalte mir das Recht vor zum Vorstellungsgespräch einen Beistand in Gestalt meines Rechtsanwaltes Herrn Liebling mitzubringen. Ein dennoch mögliches Arbeitsverhältnis auf Basis von reiner Freiwilligkeit bleibt davon unberührt. Sollten Sie jedoch von dem o.g. Angebot keine Verwendung machen, so betrachten Sie bitte dieses Schreiben als gegenstandslos.

 

Mit freundlichen Grüßen und
im Auftrag des o.g. Bewerbers/Arbeitnehmers
und meines Mandanten

Rechtsanwalt Robert Liebling

 

R e c h t s f o l g e n b e l e h r u n g 

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Gern können Sie meine Daten gegen die Zahlung einer Schutzgebühr in Höhe von 50.000 Euro zuzüglich Umsatzsteuer in Ihrer Adressdatenbank für 12 Monate führen. Die Weitergabe meiner Daten an Dritte ist Ihnen während dieses Zeitraumes und darüber hinaus nicht gestattet. Für die unerlaubte Aufbewahrung meiner Daten werden 500.000 Euro fällig, für die unerlaubte Weitergabe meiner Daten an Dritte werden für jede unerlaubte Weitergabe jeweils 1.000.000 Euro, bei geschäftsmäßiger/gewerblicher Nutzung dieser unerlaubten Weitergabe jeweils 2.000.000 Euro fällig.

 

Funny_Joke

 

Die Namen aller beteiligten Personen und die Orte der Handlung, Verwechselungen sowie Ähnlichkeiten mit lebenden oder realen Personen wären rein zufällig.