Erwerbsloser fordert Inflationsausgleich zuzüglich Verzugszinsen nach § 288 BGB von seinem Jobcenter

27 Feb

Sehr geehrte Frau Fallmanagerin,

mit viel Humor habe ich vor ein paar Wochen den Vorschlag der„4 Jahres-Sanktions-Regelung“ zur Kenntnis nehmen müssen. Da ich meinen Bewerbungsbemühungen nach § 31 SGB II innerhalb der letzten 20 Jahre vollumfänglich nachgekommen bin, fordere ich nun die Einlösung Ihrer Pflichten.

Sicherlich ist Ihnen in der Hektik Ihres Jobcenter-Alltages entgangen, daß die reale Inflationsrate seit der Aufhebung des Goldstandards des US-Dollars am 15.08.1971 bei durchschnittlich 10,36 Prozent pro Jahr liegt. Unglücklicherweise konnte weder die Bundesbank noch später die Europäische Zentralbank für die Stabilität sorgen.

Voller Freude darf ich Ihnen schon jetzt mitteilen, daß sich daraus offene Forderungsansprüche in Höhe von 8.657,64 Euro aus entgangener Kaufkraft aller Regelsätze zuzüglich 13.364,40 Euro Verzugszinsen nach  §288 BGB (1) S. 1 aF und (1) S. 2 nF nach Basiszinsatz herleiten lassen.

Die Gesamtforderung in Höhe von 22.022,05 Euro wollen Sie mir bitte spätestens bis zum 31.03.2016 auf mein bekanntes Bankkonto überweisen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Anlagen : Forderungsübersicht (zur Vergrößerung bitte klicken) / Die Verzugszinsen wurden mit folgendem Basiszinsrechner ermittelt / Berechnung der tatsächlichen Inflationsrate

 

forderung_gegenueber_dem_jobcenter_fuer_entgangene_kaufkraft_durch_inflation_zuzueglich_verzugszinsen_uebersicht_klein

 

Berechnung der jährlichen durchschnittlichen Inflationsrate am Goldpreis

15.08.1971 : 35,00 US Dollar je Feinunze Gold
23.08.2011 : 1.914,50 US Dollar je Feinunze Gold

Zeit in Jahren = 23.08.2011-15.08.1971 = 40,6055556 Jahre
1.914,50 US-Dollar = 35,00 US-Dollar x 1,1035747/Jahr ^ 40,6055556 Jahre
(1,00 – 0,8964253) * 100 = 10,35747 Prozent pro Jahr

^ steht für potenzieren

 

passend auch dazu

Mal den tatsächlichen Goldpreis ohne Goldpreisdrückungen sehen? Tabelle!

Alternativer Download-Link für die Tabelle!

Ein Screenshot dieser Excel-Tabelle vom 03.01.2017 in 1.920×1.080 hier!

Aktueller Realtime-Goldkurs einschließlich „Goldpreisdrückungen“ Realtime!

 

 

passend auch dazu

Erwerbsloser verlangt vom Jobcenter dynamisierte Leistungen wegen jährlicher Inflation von 10,36%

Erwerbsloser will nach Griechenland Referendum Sozialhilfe nur noch in Gold oder Silber entgegennehmen

Erwerbsloser vom Gutshof verjagd, weil er beim Bauern Kartoffeln, Eier und Gemüse mit Silber- und Goldmünzen kaufen wollte

Erwerbsloser verklagt Jobcenter / 20 Jahre erwerbslos / 2.000 Bewerbungen / 2.000.000 Euro Schadensersatz

Für wen gehen wir arbeiten? Brutto Mindestlohn müßte inflationsbereinigt bei 37,28 Euro statt 8,50 Euro je Stunde liegen

Erwerbsloser verhandelt Existenzgründungsdarlehen direkt mit dem Jobcenter

 

 

passend auch dazu die BEST of Detlev Audio-Clips

 

Bewußtsein herstellen / Hartz-IV

MP3 Macht der Menschen durch Ängste blockiert (2 Min)

MP3 Eingliederungsvereinbarungen brauchen nicht unterschrieben werden (3 Min)

MP3 Immer mit Beistand zum Jobcenter Remonstrationsrecht/pflicht bei Jobcentern unbekannt (10 Min)

MP3 Wir muessen fuer uns selbst Lobby-Arbeit machen beispielsweise Menschlichkeit beim Jobcenter einfuehren (8 Min)

MP3 Sich den unmenschlichen Behandlungen bewusst werden Die Meisten kennen ja noch nicht einmal ihre Grundrechte (1 Min)

MP3 Leistungskürzung von 100 auf 0 / Mitarbeiter vom JobCenter nicht dicht unterm Pony (1 Min)

mehr von Detlev hören? Mißstände hier / Lösungen hier  / alle Themen hier

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9 Antworten to “Erwerbsloser fordert Inflationsausgleich zuzüglich Verzugszinsen nach § 288 BGB von seinem Jobcenter”

  1. Cyber 27. Februar 2016 um 08:15 #

    Das funktiniert so nicht, leider vergißt der Herr (wenn dem so ist) die Verjährungsfrist von 3 Jahren. D.h. er hätte die Forderung zeitgemäß immer vor der Verjährung anfordern müssen bzw. das Jobcenter in Verzug setzen. Genauso könnte man klagen, das trotz Bewerbungsbemühungen und keinerlei Job, obwohl das Center ja mit Jobs wirbt, ein entgangener Bruttolohn bei Normalverdienst über 20 (eig. 10) Jahre auszuzahlen ist, das ist logischer und extrem höher. Aber netter Gedanke !

    • Aufgewachter 28. Februar 2016 um 12:58 #

      Ich versteh´ von dem, was Du da schreibst, kein Wort. Könntest Du mir das bitte etwas verständlicher formulieren?

  2. Cyber 27. Februar 2016 um 08:18 #

    Als Ergänzung noch zu sagen, wir befinden uns am Anfang von 2016, wie kann er so dumm sein, das volle Jahre 2016 mit 4848 Euro schon heute anzusetzen, obwohl der Regelsatz noch garnicht ausbezahlt wurde.

    • Aufgewachter 28. Februar 2016 um 13:01 #

      Wieso dumm? Schon mal etwas von vorschüssig bzw. nachschüssig gehört?

  3. Cyber 27. Februar 2016 um 08:20 #

    ..und nochwas. Selbst wenn das Center dies zahlen würde, wäre das ein Zufluss über seine Verhältnisse (quasi wie Lottogewinn) da würde das Jobcenter ihn zum Aufbrauchen der Summe zwingen. Das hat nichts mit 150 Euro x Alter zutun…das gilt nur bei „vor dem Antrag vorhanden“.

    • Aufgewachter 28. Februar 2016 um 13:08 #

      Das ist so, wie Du das beschreibst nicht korrekt. Die Leistungen auch, wenn sie nachträglich dynamisiert werden, wurden ja bereits bewilligt.

  4. EuroTanic 27. Februar 2016 um 08:46 #

    Also mein Jobcenter schuldet mir deklaratorisch bereits ne Mille. Brauch nur noch ein Inkase mit Durchsetzungsvermögen. 😀

  5. MFG-Hamburg 1. März 2016 um 09:40 #

    @ aufgewachter

    da sind einige ja humorlos, aber verteidigen den jobcenter….80% steuerbelastung reichen wohl noch nicht, um aufzuwachen.

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