Erwerbsloser schockt LVM-Mitarbeiter durch Anfrage nach Versorgungslücke

7 Mai

Soeben erreicht mich die E-Mail eines Erwerbslosen, der letzte Woche eine Filiale der LVM-Versicherungsgruppe besucht haben will, um seine Versorgungslücke (Altersversorgung) berechnen zu lassen. Laut dem Rentenbescheid des 43 jährigen Erwerbslosen beträgt sein gesetzlicher Rentenanspruch zur Zeit 54,78 Euro im Monat, da er nach seiner 3 jährigen Ausbildung bisher nur rund 13 Stunden gearbeitet haben will.

Der LVM-Mitarbeiter hatte keine Möglichkeit einen solchen geringen Betrag von 54,78 Euro im Monat in das Computer-Berechnungsprogramm einzupflegen, da eine gesetzliche Altersrente von 270 Euro monatlich  zugrunde gelegt worden sei, die nicht editierbar gewesen sein soll. Somit wäre die Computer-Berechnung gar nicht möglich, meinte der Mitarbeiter der LVM. Auch für eine manuelle Berechnung mit Papier und Bleistift soll der gelernte Versicherungskaufmann der LVM nicht zu haben gewesen sein, da der Erwerbslose auf eine Berechnung mit Dynamik (Inflationsausgleich) bestanden haben soll. Dem Erwerbslosen wurde die Tür gewiesen.

Inzwischen will der Erwerbslose bei der R+V Versicherungsgruppe einen Mitarbeiter gefunden haben, der ihm seine Versorgungslücke mit Hilfe eines Computer-Programmes ausgerechnet haben will. Dem Erwerbslosen soll gesagt worden sein, daß die augenblickliche Kaufkraft seines Hartz IV-Regelsatzes in Höhe von 391 Euro pro Monat (2014) nur gehalten werden kann, wenn bis zum Jahre 2038 (Renteneintritt) der Regelsatz kontinuierlich bis auf 2.479 Euro angehoben werden würde (Dynamik 7,95% p.a.) Bei der Nachfrage seitens des Erwerbslosen welche Einmalsumme erforderlich wäre, um die Versorgungslücke ab 2015 bis 2038 abzudecken, sollen wie vorher schon bei der LVM-Filiale Computer-Programm und Mitarbeiter nicht mehr weitergewußt haben.

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